Buchmesse 2015

Ein Jahr nach der Buchpremiere zog es mich auf die Leipziger Buchmesse 2015. Zum einen, um einigen Autoren-Kollegen (Ja, ich bin ja nun irgendwie Kollege von Günter Grass und Melanie Müller gleichzeitig.) beim Vorlesen zu lauschen und zum anderen, um die Kulinarik der Fressecken in den verschwitzten Hallen genießen zu können. Ich gehöre nämlich zu denen, die ihre vier Zentimeter dicke Leberkäse-Scheibe aus Massentierhaltung am liebsten kaum angewärmt mit einem handwarmen Tütchen Ketchup genießen. Zudem habe ich einen Faible für gezuckerten Kartoffelsalat aus dem Eimer und kann es auch überhaupt nicht leiden, wenn auf meinem Teller etwas liegt, was das gelb-braune Farbspektrum von Fleisch und kurzkettigen Kohlenhydraten verlässt. Dafür ist die Buchmesse Leipzig berühmt und bekannt und deshalb komme ich immer wieder gerne.

Der wichtigste Grund für meine Anwesenheit war allerdings meine Lesung in Halle 5 am Stand der AusbildBar. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal herzlich für die Einladung bedanken. Die Zuhörer waren super und alle hatten Spaß, trotz der Bahnhofhallengeräuschkulisse.

Und auf Partys war ich auch. Und beim Konzert von Lyrikerin und kreativem Multitalent Marlen Pelny. Und …

 

Lesungen

Kindervatter Lesung

Die schönsten Momente sind die, in denen man aus einem Buch vorlesen darf, das man selbst geschrieben hat. Bei mir wurde dieses Abfalltalent des Deutschunterrichts bereits in der Schule überdurchschnittlich gefördert. Immer, wenn die Klassenlehrerin mich dabei erwischte, wie ich einen Liebesbrief an Steffi oder Meral verfasste, musste ich ihn vor der ganzen Klasse laut vorlesen. Was für Schadenfreude bei meinen Jungs in der Klasse sorgte, bereitete mir gleichzeitig einige Probleme mit den anwesenden Damen. Zum einen, weil die Lehrerin meinte ich hätte die wohlfeilen Worte unerlaubt dem Erbe Goethes entnommen, was meine Unaufmerksamkeit noch verwerflicher machen würde und zum anderen straften mich Anke und Sonja mit bösen Blicken, da sie eine Unterrichtsstunde vorher einen wortgleichen Liebesbrief von mir erhalten hatten. Aber dafür habe ich heute keinen Hemmungen vor Menschen laut zu lesen. Wer das mal erleben möchte, kann verschiedenen kleinen Veranstaltungen beiwohnen. Zum Beispiel am am 3. Februar 2015 um 19:30 bei der KulturAllianz Stötteritz, am 11. Februar 2015 im plan b in Leipzig oder am 14. März 2015 um 16:00 bei der Ausbildbar auf der Leipziger Buchmesse. Ich würde mich freuen Euch dort zu treffen. Die Anfahrtspläne und weitere Informationen zu den Lesungen findet Ihr hier.

Nominiert für den Amazon-Autorenpreis!

Gewinnspiel Kindervatter

Amazon hat Geschmack bewiesen und mein Buch aus allen deutschsprachigen Neuerscheinungen 2014 für “Entdeckt! Der Amazon-Autorenpreis” nominiert. Ich stehe in der Vorrunde bereit für den Einzug in das Finale. Ohne Euch wird es aber nichts. Grund genug für einen Bettelpost bzw. Battlepost. Jeder, der einen Amazon-Account hat kann einmal abstimmen und jede Stimme zählt.

Als Anreiz verlost man dort ein Buchpaket bestehend aus den teilnehmenden Werken. Hinzu kommt meine unendliche Dankbarkeit und ein kleines Facebook-Gewinnspiel, bei dem man die schönste Originalvorlage für eine der geplanten Illustrationen (die kurz vor Druck aus Platzgründen gestrichen wurden) gewinnen kann. Leser-Bestechung? Gewieftes Online-Marketing? Freche Einflussnahme? Ja.

Hier geht es zur Abstimmung: Entdeckt! Der Amazon Autoren-Preis
Und hier nochmal zum einflussnehmenden Gewinnspiel: Facebook-Gewinnspiel

Ludi incipiant!

Kindervatter und der Innenminister

Meißen

Was hat der Bundesminister des Innern mit mir gemeinsam? Großen gesellschaftlichen Einfluss? Auch, das meine ich aber nicht. Lothar de Maizière (ausgesprochen: Lothar die Misere) eröffnet das “Literaturfest Meißen” und übernimmt die Schirmherrschaft und meine Wenigkeit ist für die Auftaktlesung am 4. Juni 2014 verantwortlich. Was für eine Ehre … für den Bundesminister und für mich natürlich. Zwischen sächsich-französischen Häppchen serviere ich der Meißner Lokalprominenz und Literaturgemeinde allerfeinste Anekdoten aus meinem Buch “Amuse-Geule ist kein Dorf in Sachsen”. Das Ganze findet auf der Terasse des Schwerter Schankhauses statt – im Freien. Bisher hat man mich und meine Texte ja immer in verrauchte Kellerkneipen der Subkultur verfrachtet, in Meißen lese ich das erste Mal im Freien. Ich hoffe das Wetter wird gut und falls es doch regnen sollte und Sie keinen Schirm dabei haben, wenden Sie sich bitte einfach an den Schirmherrn (Kalauer). Ich freue mich auf Meißen, auf die Meißner “Fummeln” und das schweineteure Geschirr darunter. Kommt vorbei und trinkt ein Bier aus der ältesten Privatbrauerei Sachsens mit mir.

Hier findet Ihr das komplette Programm des Literaturfests: PDF-Download

Write Wedding

Leseduell

Billy Idols Hymne an den Berliner Stadtteil “White Wedding” klingt uns allen noch in den Ohren. Aber der wilde Wedding ist eher milde geworden mit Yuppies vor Cafés, vor Latte Macchiato und mitten in der Vollsanierung. Ein paar Gründe mehr dem Stadtteil wieder etwas Subkultur zu gönnen und ihm einen Besuch abzustatten. Am 25.04.2014 erobere ich mit Herrn Krätschell unter der Flagge des Leseduells die Bühne des Mastul. Wer es also am 5. nicht nach Pankow geschafft hat, bekommt am 25. Gelegenheit sich den Wahnsinn vorlesen und/oder signieren zu lassen. Ab dem dritten Glas Wein signiere ich auch Bücher von anderen Autoren. DETAILS

Lovely Books – 20 Bücher zu gewinnen

Lovely Books Intershop, Interflug, jetzt das Internet – der Osten ist innovativer als so mancher denkt. Und in diesem Internet ist im Vergleich zu den anderen Interdingern aus dem Osten einiges möglich: Bei der großen Autoren-Leser-Community Lovely Books gibt es in den nächsten Wochen eine ausgiebiege Buchbesprechung von “Amuse Gueule ist kein Dorf in Sachsen”. Das Urste daran ist, dass man eins von 20 Büchern gewinnen kann. Für lau, für umme, für ohne Geld! Bis zum 14. April 2014 kann man sich dort “bewerben” und eines der Exemplare mit einer einfachen Aufgabe ergattern. Dazu muss man dort nur schreiben, was man mit Frankreich verbindet und sich an der Online-Buchbesprechung beteiligen. Ich bin auch da und beantworte alle Fragen zum Werk – auch die indiskreten und zusammenhanglosen (gerne auch zum Universum, der Aufzucht von Fröschen oder der Quantenmechanik). Hier geht es zu meiner Leserunde: www.lovelybooks.de

KvsK auf der Buchmesse

Kindervatter Kaufmann
Ein KvsK der ganz speziellen Art ergab sich auf der Leipziger Buchmesse. Da Christine Kaufmanns neues Buch “Lebenslust” bei der gleichen Verlagsgruppe erscheint, begegneten wir uns am Sonntag am Stand B 101. Als großer Heinz Erhardt-Fan kam ich nicht umhin sie etwas auszufragen, da sie das Glück hatte in den 50-er und 60-er-Jahren mit ihm arbeiten zu dürfen. Und nicht nur mit ihm. Auch Paul Hörbiger, Romy Schneider, Kirk Douglas, Gerd Fröbe, Yul Brunner, Toni Curtis, Jack Palance und Fassbinder stehen auf ihrer Kollegenliste. Und da wir ja nun im gleichen Verlag erschienen sind … also, wenn man es ganz genau nimmt … in aller Bescheidenheit … stehe ich nun auch in dieser Liste. Im Übrigen ist die Grand Dame der romantischen Kinozeiten heute noch genauso charmant, wie die kleine Kiki aus “Der letzte Fußgänger” von 1960. Und mein Buch hat sie auch gelesen. Eine gelungene Messe mit tollen Gesprächen und netten Begegnungen.

Hier noch ein paar Impressionen:

Buchtrailer

In der Programmvorschau stand etwas von Buchtrailer. Wir haben daraufhin Russell Crow und Martin Scorsese angefragt, aber die hatten leider keine Zeit. Daher musste ich selbst ran. Gott sei Dank fand sich ein professioneller Produzent, sonst wäre nur ein einminütiges, verwackeltes Selfie dabei rausgekommen.  (Kamera: Robert Staffl)

Nicht vergessen: Am 13.03.2014 findet um 19:00 Uhr im “plan b” in Leipzig die Buchpremiere statt.

Buchpremiere

Buchpremiere

Am 13.03.2014 findet um 19:00 Uhr im “plan b” in Leipzig die Buchpremiere statt. Ganz groß und im Rahmen der Buchmesse, im Rahmen von “Leipzig liest” und im Rahmen meiner Möglichkeiten. Und natürlich habe ich – wie es sich gehört – ohne Rücksicht auf etwaige Befindlichkeiten, alle eingeladen, die in meiner sozialen Hitparade Rang und Namen haben. Später wurde mir allerdings klar, dass unter den möglichen Gästen auch Menschen sind, die sich untereinander nicht wohlgesonnen sind, sich nicht verknusen können und eigentlich nicht mehr kennen wollen. Schwierige Exfreundinnen hier, geschiedene Eltern da und enterbte Kinder dort. Ich denke, dass gewisse Parallelen zu einer UNO-Vollversammlung, bei der einige Vertreter der gegnerischen Interessensgruppen demonstrativ den Raum verlassen, nicht ganz zu verleugnen sind – man darf gespannt sein.

Bevor der große Tag kommt, mache ich am 27.02.2014 noch eine Generalprobe bei der Lesebühne West im “Noch besser Leben”. Freundlicherweise hat man mich als Gastleser eingeladen – quasi als Abschluss meiner Karriere als Unveröffentlichter. Später wird man sagen: “Ich habe ihn noch gesehen, als ihn kein Schwein kannte. Da war er noch authentisch, da kamen noch emotions rüber, da war er noch nicht so abgehoben.” Ich denke, das sollte man nicht verpassen.